Baden-Baden Fotoarchiv Fotoanfrage E-Mail Home
Fotoausstellung "Flanieren in Baden-Baden Gärten"
zur Bildershow
 
Neu: Wandkalender 2013 "Rosen und Rosengärten in Baden-Baden" ist da!
 
 
in Baden-Baden bei der Buchhandlung Straß, im Stadtmuseum, Kloster Lichtenthal, Papier True, Gita Snyders...oder per Post beim Rendez-Verlag erhältlich.
http://www.rendezvous-verlag.de
 
Die Gönneranlage
 
Die 1909-1912 angelegte, 1,6 Hektar große Gönneranlage ist einer der schönsten historischen Gärten Baden-Badens und ein Gartenkunstwerk von europäischer Bedeutung.
 
Der Heckengarten mit Architekturelementen ist nach dem Baden-Badener Oberbürgermeister Albert Gönner benannt. Gestaltet hat ihn der in Lörrach geborene Architekt, Gartenkünstler und Keramiker Max Laeuger (1864-1952), dem man in Baden-Baden auch die Wohn- und Gartenanlage Paradies am Hang des Annabergs verdankt.
 
Laeuger, Mitbegründer des Deutschen Werkbunds, bekleidete an der Karlsruher Kunstschule eine Professur für Malerei, Gartenkunst, Keramik und Städtebau. Sein erster Entwurf für die Gönneranlage (1907) stieß auf den Widerstand der Anrainer und wurde nicht realisiert. Die Planung von 1908 rückte den von dem Münchner Bildhauer Joseph Flossmann geschaffenen monumentalen Josephinenbrunnen in den Mittelpunkt. Der Brunnen wird von zwei steinernen Gestalten flankiert, die die Badekur und die Trinkkur personifizieren. Benannt ist der Brunnen nach Josephine Sielcken, der Frau des Kaffee-Großhändlers Hermann Sielcken, der die Brunnenanlage der Stadt gestiftet hat. Auch die Brücke über die Oos trägt ihren Namen.
 
Der Jugendstil-Zeitgenosse Laeuger ließ sich bei der seinerzeit außergewöhnlich formalen Gestaltung der Gönneranlage von der strengen Ordnung französischer Barockgärten inspirieren, was nicht immer Anerkennung fand. Während Architekturzeitschriften der Vorweltkriegszeit Laeugers ”Stilkunst” in hohen Tönen rühmen, befanden viele Baden-Badener, dass die Geometrie der Gönneranlage befremdlich zu dem geschwungen und offenen Wesen der angrenzenden Lichtentaler Allee kontrastiere.
 
Wegen ihrer hohen und kompakten Rotbuchenhecken war die gärtnerische Pflege der Gönneranlage stets sehr aufwändig. Dennoch überstand sie unversehrt und in relativ gutem Erhaltungszustand die mageren Vorkriegsjahre und die Besatzungszeit. Erst als die Stadt neben dem Bertholdsbad, einem Freibad, noch ein Hallenbad errichtete, wurde Laeugers Schöpfung in Mitleidenschaft gezogen. Ihre bisherige symmetrische Anordnung erlitt großen Schaden.
 
Als 1950 der fast vergessene Kur- und Erholungsort Baden-Baden zu neuem Leben erwachte, lagen Pläne auf dem Tisch, die Gönneranlage in einen ”ganz normalen” Park mit geschwungenen Wegen zu verwandeln. Es ist das Verdienst des Gartendirektors Walter Rieger (1906-82), den neobarocken Heckengarten gerettet zu haben: Er verwandelte ihn in einen Rosengarten. 1952 fand der erste, inzwischen zur jährlichen Institution gewordene, Baden-Badener Rosenneu-heiten-Wettbewerb statt. Seit der damaligen Zeit räumt Baden-Baden der Rose im Ablauf des Gartenjahres einen Ehrenplatz ein. Als Rosenstadt hat Baden-Baden einen internationalen Ruf und pflegt die Verbindung mit anderen Orten in Europa und Übersee, die Rosenneuheiten-Wettbewerbe veranstalten.
 
Insgesamt bietet die Gönneranlage in der Zeit der Rosenblüte 251 Sorten Beetrosen, 33 Hochstammrosen, 46 Kletterrosen, 43 Strauchrosen und 28 Trauerrosen in etwa 11.000 Exemplaren.
 
 
Rosenneuheitengarten auf dem Beutig, Baden-Baden
 
Der Rosenneuheitengarten auf dem Beutig, ein Rosengarten der Stadt Baden-Baden, gehört mit seinem Alter von knapp 25 Jahren zu den jüngeren der bedeutenden europäischen Rosengärten. Und doch zieht er zur Zeit der Rosenblüte von Juni bis Anfang Oktober alljährlich Rosenfreunde aus dem In- und Ausland nach Baden-Baden. Sein Ursprung ist in der Durchführung des Internationalen Rosenneuheitenwettbewerbs durch das Gartenamt der Stadt Baden-Baden zu sehen, der erstmals 1952 ausgerichtet wurde, allerdings anfangs noch nicht auf dem Beutig, sondern in der sogenannten „Gönneranlage“.
 
In den Jahren des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg legte der damalige Gartendirektor Walter Rieger in dem bestehenden neobarocken Garten „Gönneranlage“ aus den Jahren 1909-1911 eine Rosenschau an, die 1952 mit der Durchführung des ersten Baden-Badener Rosenneuheitenwettbewerbs eingeweiht wurde. Seitdem kommen seit nunmehr über 50 Jahren jedes Jahr im Juni Rosenexperten, Rosenliebhaber und Rosenzüchter aus Europa nach Baden-Baden, um Rosenneuzüchtungen aus der ganzen Welt zu bewerten. Die besten Rosenneuzüchtungen werden mit Medaillen und Ehrenpreisen wie dem Ehrenpreis des Casinos oder der Goldenen Rose von Baden-Baden ausgezeichnet.
 
Als im Jahr 1981 mit der Landesgartenschau in Baden-Baden ein großes Gartenfestival gefeiert wurde, konnten die Wettbewerbspflanzungen an einem neuen Standort, einem nach Südosten leicht abfallendem Hang des Beutig, neu angelegt werden. Nach Plänen des damaligen Gartenamtsleiters Bernd Weigel entstand ein Wegekreuz, das den Rosengarten in die vier gleichzeitig aufgepflanzten Wertungsjahrgänge gliedert. An den Endpunkten der Wege fanden Statuen griechischer Gottheiten umrahmt von Kletterrosen ihren Platz. Neben den im vierjährigen Turnus wechselnden Rosenneuzüchtungen entfaltet der Garten zur Hauptblüte im Juni jedes Jahr eine üppige Blütenfülle an zahlreichen Rosenbögen, Ranksäulen und umgebenden Zäunen.
 
Ergänzt werden die Rosenpflanzungen durch einen Konzertgarten, auf dessen Rasenflächen im Sommer Open-Air-Konzerte stattfinden können. Seinen besonderen Reiz erhält der Rosenneuheitengarten darüber hinaus durch seine Ausblicke auf die bewaldeten Höhen des Schwarzwaldes.
 
Im Jahr 2004 wurde der Rosenneuheitengarten auf dem Beutig von der World Federation of Rose Societies mit dem „Award of Garden Excellence“ ausgezeichnet.
 
Texte Gartenamt Baden-Baden
 
 
 
Nach oben

 

Baden Innenstadt Bäderviertel Brunnen Dahliengarten Galopprennen Festspielhaus
Frühling Herbst Kirchen Kurhaus Lichtentaler Allee Merkur
Natur Oldtimer Paradies Rebland Rosengarten Rund um Baden
Trinkhalle Winter Baden-Baden info AGB Impressum
 
© Die Texte und Bilder dürfen nicht ohne Erlaubnis der Autoren verwendet werden.
© Fotos: Nathalie Dautel
www.foto-baden-baden.de