
Fotos des Rosenneuheiten-Wettbewerb
2005
Fotos des Rosenneuheiten-Wettbewerb
2006
Fotos des Rosenneuheiten-Wettbewerb 2007
Fotos des Rosenneuheiten-Wettbewerb
2008
Fotos des Rosenneuheiten-Wettbewerb
2009
Fotos der Rosenausstellung im
Museum
Fotos der Taufe "Souvenir de Baden-Baden"
Die Gönneranlage
Die 1909-1912 angelegte,
1,6 Hektar große Gönneranlage ist einer der schönsten historischen
Gärten Baden-Badens und ein Gartenkunstwerk von europäischer Bedeutung.
Der Heckengarten mit
Architekturelementen ist nach dem Baden-Badener Oberbürgermeister Albert
Gönner benannt. Gestaltet hat ihn der in Lörrach geborene Architekt,
Gartenkünstler und Keramiker Max Laeuger (1864-1952), dem man in
Baden-Baden auch die Wohn- und Gartenanlage Paradies am Hang des
Annabergs verdankt.
Laeuger,
Mitbegründer des Deutschen Werkbunds, bekleidete an der Karlsruher
Kunstschule eine Professur für Malerei, Gartenkunst, Keramik und
Städtebau. Sein erster Entwurf für die Gönneranlage (1907) stieß auf den
Widerstand der Anrainer und wurde nicht realisiert. Die Planung von 1908
rückte den von dem Münchner Bildhauer Joseph Flossmann geschaffenen
monumentalen Josephinenbrunnen in den Mittelpunkt. Der Brunnen wird von
zwei steinernen Gestalten flankiert, die die Badekur und die Trinkkur
personifizieren. Benannt ist der Brunnen nach Josephine Sielcken, der
Frau des Kaffee-Großhändlers Hermann Sielcken, der die Brunnenanlage der
Stadt gestiftet hat. Auch die Brücke über die Oos trägt ihren Namen.
Der
Jugendstil-Zeitgenosse Laeuger ließ sich bei der seinerzeit
außergewöhnlich formalen Gestaltung der Gönneranlage von der strengen
Ordnung französischer Barockgärten inspirieren, was nicht immer
Anerkennung fand. Während Architekturzeitschriften der Vorweltkriegszeit
Laeugers ”Stilkunst” in hohen Tönen rühmen, befanden viele
Baden-Badener, dass die Geometrie der Gönneranlage befremdlich zu dem
geschwungen und offenen Wesen der angrenzenden Lichtentaler Allee
kontrastiere.
Wegen ihrer hohen und
kompakten Rotbuchenhecken war die gärtnerische Pflege der Gönneranlage
stets sehr aufwändig. Dennoch überstand sie unversehrt und in relativ
gutem Erhaltungszustand die mageren Vorkriegsjahre und die
Besatzungszeit. Erst als die Stadt neben dem Bertholdsbad, einem
Freibad, noch ein Hallenbad errichtete, wurde Laeugers Schöpfung in
Mitleidenschaft gezogen. Ihre bisherige symmetrische Anordnung erlitt
großen Schaden.
Als 1950 der fast
vergessene Kur- und Erholungsort Baden-Baden zu neuem Leben erwachte,
lagen Pläne auf dem Tisch, die Gönneranlage in einen ”ganz normalen”
Park mit geschwungenen Wegen zu verwandeln. Es ist das Verdienst des
Gartendirektors Walter Rieger (1906-82), den neobarocken Heckengarten
gerettet zu haben: Er verwandelte ihn in einen Rosengarten. 1952 fand
der erste, inzwischen zur jährlichen Institution gewordene,
Baden-Badener Rosenneu-heiten-Wettbewerb statt. Seit der damaligen Zeit
räumt Baden-Baden der Rose im Ablauf des Gartenjahres einen Ehrenplatz
ein. Als Rosenstadt hat Baden-Baden einen internationalen Ruf und pflegt
die Verbindung mit anderen Orten in Europa und Übersee, die
Rosenneuheiten-Wettbewerbe veranstalten.
Insgesamt bietet die
Gönneranlage in der Zeit der Rosenblüte 251 Sorten Beetrosen, 33
Hochstammrosen, 46 Kletterrosen, 43 Strauchrosen und 28 Trauerrosen in
etwa 11.000 Exemplaren.
Rosenneuheitengarten auf dem Beutig, Baden-Baden
Der Rosenneuheitengarten auf dem Beutig, ein Rosengarten
der Stadt Baden-Baden, gehört mit seinem Alter von knapp 25 Jahren zu
den jüngeren der bedeutenden europäischen Rosengärten. Und doch zieht er
zur Zeit der Rosenblüte von Juni bis Anfang Oktober alljährlich
Rosenfreunde aus dem In- und Ausland nach Baden-Baden. Sein Ursprung ist
in der Durchführung des Internationalen Rosenneuheitenwettbewerbs durch
das Gartenamt der Stadt Baden-Baden zu sehen, der erstmals 1952
ausgerichtet wurde, allerdings anfangs noch nicht auf dem Beutig,
sondern in der sogenannten „Gönneranlage“.
In den Jahren des Wiederaufbaus nach dem Zweiten
Weltkrieg legte der damalige Gartendirektor Walter Rieger in dem
bestehenden neobarocken Garten „Gönneranlage“ aus den Jahren 1909-1911
eine Rosenschau an, die 1952 mit der Durchführung des ersten
Baden-Badener Rosenneuheitenwettbewerbs eingeweiht wurde. Seitdem kommen
seit nunmehr über 50 Jahren jedes Jahr im Juni Rosenexperten,
Rosenliebhaber und Rosenzüchter aus Europa nach Baden-Baden, um
Rosenneuzüchtungen aus der ganzen Welt zu bewerten. Die besten
Rosenneuzüchtungen werden mit Medaillen und Ehrenpreisen wie dem
Ehrenpreis des Casinos oder der Goldenen Rose von Baden-Baden
ausgezeichnet.
Als im Jahr 1981 mit der Landesgartenschau in Baden-Baden
ein großes Gartenfestival gefeiert wurde, konnten die
Wettbewerbspflanzungen an einem neuen Standort, einem nach Südosten
leicht abfallendem Hang des Beutig, neu angelegt werden. Nach Plänen des
damaligen Gartenamtsleiters Bernd Weigel entstand ein Wegekreuz, das den
Rosengarten in die vier gleichzeitig aufgepflanzten Wertungsjahrgänge
gliedert. An den Endpunkten der Wege fanden Statuen griechischer
Gottheiten umrahmt von Kletterrosen ihren Platz. Neben den im
vierjährigen Turnus wechselnden Rosenneuzüchtungen entfaltet der Garten
zur Hauptblüte im Juni jedes Jahr eine üppige Blütenfülle an zahlreichen
Rosenbögen, Ranksäulen und umgebenden Zäunen.
Ergänzt werden die Rosenpflanzungen durch einen
Konzertgarten, auf dessen Rasenflächen im Sommer Open-Air-Konzerte
stattfinden können. Seinen besonderen Reiz erhält der
Rosenneuheitengarten darüber hinaus durch seine Ausblicke auf die
bewaldeten Höhen des Schwarzwaldes.
Im Jahr 2004 wurde der Rosenneuheitengarten auf dem
Beutig von der World Federation of Rose Societies mit dem „Award of
Garden Excellence“ ausgezeichnet.
Texte Gartenamt Baden-Baden
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